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Wacken Open Air

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News & Infos zu Wacken Open Air

Das Wacken Open Air (W:O:A) ist laut Angaben des Veranstalters das größte Heavy-Metal-Festival der Welt und nach Rock am Ring das zweitgrößte jährlich stattfindende 3-Tage-Open-Air-Festival Deutschlands. Es findet immer am ersten Augustwochenende in Wacken in Schleswig-Holstein statt. Im Jahr 2010 waren 82.500 Teilnehmer auf dem Open-Air, davon 75.000 zahlende Besucher.

Geschichte
Das Festival entstand 1990 und hatte anfangs kaum 800 Besucher. Die auftretenden Bands kamen alle aus Deutschland, in der Gruppe Skyline spielte Thomas Jensen, bis heute einer der Veranstalter, selbst E-Bass. Im Laufe der Jahre nahm die Größe aber kontinuierlich zu, inzwischen kommen Dutzende Bands und Zehntausende Besucher. Obwohl 2006 mit insgesamt 62.500 Besuchern laut Veranstalter „die Grenze des Machbaren erreicht sein sollte“, wurden schon im darauffolgenden Jahr Veränderungen an der Struktur des Festivalgeländes vorgenommen, indem der Nebenbühne „Party Stage“ eine größere Fläche zugewiesen wurde. Zudem ist es inzwischen nicht mehr möglich, Eintrittskarten direkt am Festivalgelände zu erwerben, um so die Anzahl der spontanen bzw. kartenlosen Besucher einzudämmen. In den Jahren 2007 und 2008 war das Festival schon durch den Kartenvorverkauf ausverkauft; für das W:O:A 2009 wurde der Ausverkauf sogar schon Ende 2008 erreicht. Auch die Karten für 2010 waren Monate vor Beginn bereits ausverkauft.

Trotz der Größe des Festivals traten in der Vergangenheit keine relevanten Sicherheitsprobleme auf. Allerdings kam es 2005 erstmals zu einem schwerwiegenden Zwischenfall, als ein stark alkoholisierter 37-jähriger Familienvater rückwärts an die Seite eines Rettungswagens prallte und sich sehr schwere Kopfverletzungen zuzog, denen er später im Krankenhaus erlag. Daraufhin organisierten die W:O:A-Organisatoren ein Spendenkonto und Benefizaktionen zur finanziellen Unterstützung der Familie des Unfallopfers. Auf dem W:O:A 2006 legten Zehntausende von Besuchern des Festivals eine Schweigeminute für den tödlich Verunglückten ein.

Fand das Festival ursprünglich nur an zwei Tagen statt, so finden die Auftritte seit einigen Jahren von Donnerstag bis Samstag, also an drei Tagen, statt. Der Donnerstag etablierte sich als „Night to Remember“, an ihm treten vornehmlich „klassische“ Hardrock-Bands auf, zum Beispiel 2006 die Scorpions. Auf der eigentlichen Party Stage sollten jüngere und modernere Bands spielen, als Kontrastprogramm zur „Night to Remember“. Darüber hinaus wird die Veranstaltung von einem reichhaltigen Rahmenprogramm begleitet, neben einer – für Musikfestivals obligatorischen – Händlermeile wird seit 2000 ein Biergarten betrieben, in dem der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken (Wacken Firefighters) das Festival bereits vor dem offiziellen Start eröffnet. Außerdem gab es 2007 erstmals am Donnerstag die „Hellfest Stage“. Seit 2009 gibt es auch eine „Medieval Stage“ auf der vor allem Mittelalter- und Folk-Metal-Bands spielen.

Wie geschätzt das Open Air mittlerweile ist, zeigt die Tatsache, dass bereits viele namhafte Bands, wie etwa Scorpions, Saxon, Twisted Sister, Grave Digger, Dimmu Borgir, Iron Maiden oder Helloween, vor Ort Live-DVDs aufnahmen. Auch spielten 2004 die Böhsen Onkelz im Vorfeld ihrer Abschiedstournee einen extra langen Auftritt auf dem W:O:A.

Seit 2002 fährt ein Sonderzug, der sogenannte „Metal Train“, jeweils zu Festivalbeginn und -ende von Zürich über viele große Städte nach Wacken und wieder zurück, um Fans bei passendem Rahmenprogramm in das norddeutsche Dorf zu bringen. Aus den skandinavischen Ländern, vor allem Schweden, aber auch aus Österreich werden jährlich Bustouren organisiert, die von mehreren Hunderten Fans genutzt werden.

Gegenwart
Das Festival stellt innerhalb der Metalszene einen der Höhepunkte des Jahres dar. Heute kommen etwa ein Drittel der Besucher, die teilweise schon einige Zeit vor dem offiziellen Festivalbeginn anreisen, und der Großteil der Bands aus dem Ausland.

Das gesamte Gelände hat mittlerweile eine Größe von knapp 200 Hektar erreicht, was der Größe von etwa 270 Fußballfeldern entspricht. Dadurch bezieht das Wacken Open Air mittlerweile mit Gribbohm und Holstenniendorf zwei andere Gemeinden mit ein.

Die Campingflächen bestehen aus abgemähten Feldern, die bei ortsansässigen Bauern angemietet werden. Größere Gruppen können eigene Campingflächen bereits im Vorfeld reservieren. Dazu kann seit 2007 auch noch eine eigene Toilettenkabine bestellt werden.

Die Teilnehmerzahlen stiegen 2008 noch einmal auf 75.000 Teilnehmer, darunter 65.000 zahlende Gäste.

Wie bei Festivals in dieser Größenordnung üblich, gerieten die hygienischen Verhältnisse, die Preise, die Ordner, die Überfüllung und – vor allem unter konservativen Fans – die kommerzielle Ausrichtung in die Kritik. Diese Kritikpunkte versuchte man zu verbessern: So finden sich viele mobile Toilettenkabinen auf dem Festivalgelände. Auf den Campingbereichen sind neben Duschmöglichkeiten, wassergespülten Toiletten und Trinkwassertanks auch kleine in Zelten betriebene Supermärkte vorhanden. Auch im Bereich der Infrastruktur auf dem Festivalgelände wurden 600.000 Euro in den Bau von Abwasseranlagen und die Verbesserung der Stromversorgung investiert. Ebenso wurden auf dem Hauptplatz vor den Bühnen Drainagen im Wert von 700.000 Euro verlegt, um den Abfluss großer Wassermassen bei starken Regenflüssen zu verbessern. Zudem wurden die wichtigsten Wege mit Panzerplatten befestigt, um die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge zu erleichtern. Außerdem beteiligte sich der Veranstalter im Jahr 2008 mit 1Mio.€ am örtlichen Freibad, um den Bewohnern und Besuchern Wackens das Festival noch attraktiver zu gestalten.

Als Festivalmotto hat sich neben Faster, Harder, Louder der Satz See you in Wacken – Rain or Shine etabliert. Zusätzlich wirbt das Festival mit dem Satz „Louder Than Hell“.

Um auch unbekannte Metalbands zu fördern, findet jährlich vielerorts das „Metal Battle“ statt, für den sich junge Bands bewerben können und zunächst in kleineren Clubs gegen andere lokale Bands musikalisch antreten. Die von einer Fachjury ausgewählten Bands erhalten die Chance, auf dem W:O:A erstmals vor einem großen Publikum zu spielen. Bereits etablierte Bands touren in den Wintermonaten dagegen mit der „W:O:A-Roadshow“ durch die Welt, um außerhalb des Festivals in normalen Konzerthallen aufzutreten. Das Festival hat seit 2006 auch einen Internetradio-Sender, der rund um die Uhr spielt.

Im Jahr 2010 war das Wacken Open Air zum fünften Mal in Folge ausverkauft. Bereits am Montag, 9. August 2010, kurz nach Ende des Wacken Open Air 2010, startete der Verkauf des „X-Mas-Package“, das nach fünf Stunden bereits ausverkauft war. Darauf folgend um 13 Uhr startete der Vorverkauf der regulären Tickets für das 22. Wacken Open Air im Jahr 2011.

Quelle und Autorenliste: Wikipedia / Autorenliste

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